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git

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Git
Warum jeder git lernen sollte.

Ursprünglich sollte es in diesem Post um git, jedoch ist mir bei Brainstorming aufgefallen, dass das Thema eigentlich deutlich umfangreicher sein sollte.

Meine Reise begann, als ich beschloss, diesen Blog zu starten. Da ich bis dahin Webseiten nur in reinem HTML und CSS geschrieben hatte, versuchte ich es zunächst damit. Schnell stellten sich dabei aber mehrere Probleme heraus:

  1. Ich bin nicht gut in CSS.
  2. Einen RSS-Feed von Hand zu erstellen ist umständlich und nicht sinnvoll.
  3. Mehrere Seiten mit einheitlichem Design in HTML zu schreiben ist kompliziert.
  4. Ich mag die HTML Syntax nicht.

Ich war überzeugt, dass ich eine bessere Lösung dafür brauche. Nach kurzer und intensiver Recherche fand ich heraus, dass die Lösung meine Problems “static site generator” heißt. Darüber hatte ich bereits hier geschrieben.

Im Zuge dessen lernte ich auch git kennen. Ich hatte zwar schon früher von git gehört, bis dato aber nur zum herunterladen von Software benutzt. Und damit sind wir schon im Kern meines Problems gelandet:

Warum kannte ich git nicht?

Meine ersten Erfahrungen mit dem Programmieren machte ich damals in der Schule, angefangen mit HTML und CSS, später mit Python und Java. Aber ohne git. An der Uni (4 Semester Wirtschaftsinformatik) ging es dann weiter mit Java, aber weiterhin ohne git.

Erst beim erstellen dieses Blogs kam ich auf die Idee mich mal ein wenig mit Versionsverwaltung auseinander zu setzen. Und seitdem bin ich verliebt.

Inzwischen denke ich, dass jeder von git profitieren könnte. Das einfache Zurückspringen zu früheren Versionen, falls mal was kaputt geht, oder das Auslagern und Zusammenführen von Branches sind einfach großartig. Zudem ermutigt wird man ermutigt, an logisch sinnvollen Stellen zu commiten und somit den bisherigen Stand zu speichern.

Es wäre meiner Meinung nach auch sinnvoll, Texte, wie zum Beispiel Projektarbeiten, nicht in Microsoft Word zu verfassen sondern besser in Textdokumenten und diese dann mit git zu verwalten und zusammenzufügen (merge). Diese könnten dann ganz leicht in LaTeX-Dokumente umgewandelt werden oder auch in Word formatiert werden. Darüber hinaus würde dies den Autoren die Möglichkeit geben, einen Texteditor der Wahl zu nutzen. Gerade auf älteren Maschinen, wie meinem MacBook Pro von 2015 braucht Word inzwischen einiges an Ressourcen. Dies könnte aber auch damit zusammen hängen, dass Word auf meinem Computer stolze 2.3 GB schwer ist. Zum Vergleich: Das gesamte LibreOffice braucht keine 800 MB.

Ich verstehe auch, dass nicht jeder auf der Kommandozeile zu Hause ist, jedoch gibt es ja auch Tools wie GitHub oder Programme mit grafischer Oberfläche, es sollte also für jeden was dabei sein.

Ich kratze hier gerade mal an der Oberfläche der Möglichkeiten, das meiste ist mir selbst noch nicht bekannt. Ich kann nur jedem, der git noch nicht nutzt es nur wärmstens empfehlen, es mal auszuprobieren. Schaden kann es nicht!

P.S.: Ja ich weiß, git ist kein Geheimtipp.